Die Termine

Rückblick auf die NWSIB-Tage 2015

Eine Tradition für das Moderne und Zukünftige: Zum siebten Mal richtete der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen die NWSIB-Tage aus.
Am 12. und 13. November bot der Wissenschaftspark in Gelsenkirchen wieder den Rahmen für die Informations- und Diskussionsveranstaltung im Zeichen der Nordrhein-Westfälischen StraßenInformationsBank.

Foto: NWSIB-Tage 2015, Ausstellung 150 Fachleute aus der Bundesrepublik, Österreich sowie der Schweiz nahmen teil und sorgten für einen regen Erfahrungsaustausch im Umfeld der Straßen- und Verkehrsdaten, zugehöriger Fachanwendungen, Konzepte und Visionen. Sie nutzten die praxisbezogenen Expertenvorträge, die Vorführungen innerhalb der Fachausstellung sowie den Informationsaustausch in den Programmpausen, um Anregungen, Diskussionen und Best practices in ihre Aufgabenwelt mitzunehmen – in kleine und große Unternehmen, in Behörden auf allen Verwaltungsebenen von Kommunen bis zum Bund.

Als neue Hauptgeschäftsführerin des Landesbetriebs Straßenbau NRW begrüßte erstmals Elfriede Sauerwein-Braksiek die Tagungsteilnehmer und gab ihnen gleich den Kerngedanken mit auf den Weg durch die beiden ausgefüllten Tage. Mit einem kurzen Schwenk von der Entstehung und ursprünglichen Dimensionierung der heutigen Autobahnkapazitäten kam sie auf die hochaktuelle Diskussion und die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Anforderung insbesondere der Wirtschaft an eine leistungsfähige (Verkehrs-) Infrastruktur zu sprechen. Die gleichzeitig skizzierte Entwicklung der Straßeninformationssysteme führte hin zum Leitmotto der Podiumsdiskussion am ersten Tag. Dort diskutierten fachkundige Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen von Verkehrsverwaltungen und der Bundeswehr, aus der Informationswirtschaft sowie der Industrie- und Handelskammer das Thema „Infrastruktur gemeinsam vernetzt“. Unter Einbeziehung des sehr engagierten und bis zum Ende interessiert-aufmerksamen Publikums verstand es der Fernsehjournalist Thomas Heyer, die gegenseitigen Sichten auf die Straße und die sehr unterschiedlichen Belange der Diskussionsteilnehmer auf den Punkt zu bringen und daraus mit den Beteiligten Ansätze für eine vernetzte Herangehensweise an die Probleme zu erarbeiten – auch wenn es weder Ziel noch Anspruch war und sein konnte, einen Stufenplan zu entwickeln, so hatten die fünf Fachleute beim Verlassen des Podiums durchaus konkrete Schritte oder gegenseitig nötige Kontakte im Gepäck.

Foto: NWSIB-Tage 2015, Podium

Das weitere Programm füllten die fachlichen Vorträge aus, die ‚traditionell‘ angeführt wurden vom Bericht zum Stand und zur Entwicklung des Namensgebers, der NWSIB und ihrem Auskunftssystem, der NWSIB-online.

Die Vortragenden präsentierten aktuell geplante oder bereits umgesetzte Projekte aus den Bereichen der Logistikunterstützung und Transportkoordination – Informationen und Einblicke dazu gab es vom Logistikzentrum der Bundeswehr, der Duisburger Hafen AG und aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

Aber auch konzeptionelle Ansätze, pilothafte oder eingeführte Verfahren zu konkreten Fragestellungen wurden vorgestellt: die digitale Bereitstellung von Straßeninformationen draußen vor Ort, effiziente Methoden für ein Erhaltungsmanagement von Radwegen, oder auch ganz aktuelle Themen wie Visualisierung aus Punktwolken und das Building Information Modeling (BIM). Weitere Vorträge nahmen mehr den Bürger und Verkehrsteilnehmer in den Blick, einerseits durch eine GIS-unterstützte und dadurch zuverlässigere Bürgerinformation, andererseits durch neue Verfahren der Verkehrszentrale von Straßen.NRW für verbesserte Verkehrsmeldungen.

Der für die Durchführung der NWSIB-Tage verantwortliche Abteilungsleiter Stefan Wick dankte am Ende der Veranstaltung allen Beteiligten, den Referenten, Podiumsteilnehmern und Ausstellern. Dank des sehr positiven Echos wird Straßen.NRW auch in 2017 wieder die NWSIB-Tage veranstalten.

Die kompletten Vorträge stehen zum download bereit.

(T. Vreden, im Nov. 2015)


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